Google Friends nach 13 Jahren eingestellt

Des Deutschen liebste Unglückszahl wurde nun auch dem von Google ins Leben gerufenen Newsletter-Service zum Verhängnis, deren enthaltene Informationen vor 13 Jahren erstmalig versendet wurden.

­Pünktlich zum Monatsende informierte das Unternehmen seine angemeldeten Abonnenten stets über aktuelle Ereignisse und Neuigkeiten aus der kunterbunten Google-Welt, berichtete über Optimierungen auf seiner Homepage oder praktische, neue Zusatzfunktionen. Am 29. Juli 2011 erhielten registrierte Nutzer diesen praktischen Service nun zum letzten mal.

Als bequeme und komfortablere Alternative, um sich stets über aktuelle Neuigkeiten auf dem Laufenden zu halten, verweist das Unternehmen in seinem letzten Newsletter-Inhalt auf den offiziellen Google-Blog, sowie dessen Twitter-Account.

Nachvollziehbar ist diese Entscheidung seitens Google allemal: Wurde der erste Newsletter, welcher im April 1998 von Google-Mitbegründer Larry Page nur an seine engsten Freunde versendet wurde, noch mühseelig mit nahezu nicht vorhandenen Informationen gefüllt, entwickelten sich seine Nachfolger im Laufe der Jahre zu einer reichhaltigen Informationsquelle, deren Inhaltsfläche letztendlich nicht annähernd die Menge an Platz enthielt, welche benötigt worden wäre, um den Verbraucher über sämtliche aktuellen Neuerungen aus dem Hause Google zu informieren.

Durch seine Beendigung reiht sich Google Friends in eine ganze Reihe von eingestellten Projekten aus dem Hause Google ein, welche nach und nach von der Bildfläche verschwunden sind. Unvergessen sind auf diesem Bereich etwa der gefloppte Fragendienst "Google Answers", der seinen Anwendern gegen Zahlung eines Entgeltes die Möglichkeit bot, Mitarbeitern von Google technische Fragen zu stellen, sowie das ebenso erfolglose Projekt "Google Viewer", welches seinen Nutzern Suchergebnisse als praktische Diashow präsentieren sollte, jedoch bereits in seinem Erscheinungsjahr wieder beerdigt wurde.

Positiv zu Gute halten muss man dem Unternehmen jedoch die Tatsache, in unregelmäßigen Abständen mit überdimensionalen Erfolgen beeindrucken zu können, was nicht zuletzt durch die überaus gewinnbringende Kooperation mit dem Videoportal Youtube und der Vorstellung des Facebook-Konkurrenten "Google +" ersichtlich wurde. Das sich ein simpler Newsletterservice in Zeiten von Twitter und Co langfristig betrachtet nur schwer durchsetzen konnte, dürfte niemanden sonderlich überraschen, dennoch werden einige Abonnenten, welche sich nicht täglich mit Social Networks und ähnlichen Angeboten befassen, diesen kostenlosen Service sicherlich vermissen. Ob die Anzahl von aktuell über 3 Millionen Twitter-Followern durch den Wegfall von Google Friends in naher Zukunft jedoch katapultartig in die Höhe schiessen wird, bleibt vorerst einmal abzuwarten.­


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KW 30 - Donnerstag, 27. Juli 2017
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